Nachrichten Nr 50

Nachrichten vom Kloster Santa Cruz

September 2014 – Nr. 50

Liebe Freunde und Wohltäter

In diesem dramatischen Moment des Kirchenlebens, wo sich die Krise verlängert, weil sie ganz unerwartete Aspekte nimmt, müssen wir wie nie zuvor den guten Kampf des Glaubens mit Seele und Mut zu Ende führen.

Wer hätte je denken können, dass einer der vier Bischöfe, geweiht durch Mgr. Lefebvre von der Priesterbruderschaft St. Pius X. ausgeschlossen würde, nachdem seine Stellungnahme in der jetzigen Krise treuer der Lehre und den praktischen Direktiven von Mgr. Lefebvre als Menzingen ist? Wer hätte je glauben können, dass ältere Priester wie die Herren Patres Faure, Pivert, de Mérode und viele andere sich eines Tages ausserhalb der Bruderschaft befinden würden, um weiterhin der Orientierung von Mgr. Lefebvre zu folgen? Wer hätte geglaubt, dass nicht nur die Priester, sondern auch die Laien, auch jene Kämpfer der ersten Stunde, gleich behandelt würden aus den gleichen Gründen?

All dies ist, um uns ins Leid zu stürzen und uns zu lähmen in der Erneuerung des katholischen Werkes.

Aber wir wollen nicht in diese Versuchung fallen. Wir wollen zurück zum Kampf wie Mgr. Lefebvre, immer in diesem Sinne inmitten der grössten Schwierigkeiten. Tun wir das gleiche wie diejenigen, die uns vorausgegangen sind, auch wenn wir nicht zahlreich sind. Erinnern wir uns der Vision des Propheten Elias, der den Herrn gebeten hatte, ihm zu zeigen, dass diejenigen, die mit ihm waren, stärker und zahlreicher sind, als diejenigen, die gegen ihn sind.

„Und der Herr öffnete seinem Diener die Augen und er sah, dass der Berg voller Pferde und Feuerwagen um Elias herum war“ (IV Kön. VI, 16).

Es wird dasselbe für uns sein, wenn wir der Lehre und den Direktiven jener treu bleiben, und jener Gnaden, wo die Pforten der Hölle keine Chance haben.

Pater Prior

LEHRE

Eine aus Menzingen anonyme Beurteilung wirft dem Buch von P. Pivert „Unsere Beziehungen mit Rom“ vor, den Kampf von Mgr. Lefebvre zu Unrecht auf die Frage des Christkönigs zu konzentrieren,

Aber es war Mgr. Lefebvre selbst, der es bestätigte, wie wir im folgenden Abschnitt sehen können:

„Dies ist, was unsere Opposition darstellt, und dies ist der Grund, warum es keine Verständigungsmöglichkeit gibt. Es ist nicht so die Frage der Messe, nachdem die Messe genau eine der Folgen ist, sich dem Protestantismus zu nähern und daher den Kult, die Sakramente, den Katechismus etc. zu ändern.

Die echte fundamentale Opposition ist das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus. Opportet Illum regnare, sagt uns der hl. Paulus. Unser Herr kam, um zu regieren. Sie sagen nein, und wir sagen ja, mit allen Päpsten“. (Mgr Marcel Lefebvre, „L’Église Infiltrée Par Le Modernisme“, Éditions Fideliter, 1993, S. 70)

Hat Menzingen die Position geändert? Wir wollen die Lehre und die Direktiven bewahren, die Mgr. Lefebvre uns gegeben hat, denn es ist das Echo der Treue zur Tradition.

Lesen wir sein Buch „Sie haben Ihn entthront“. Alles ist dort. Der Titel zeigt uns schon den Platz des Christkönigs im Kampf von Mgr. Lefebvre.

Muss noch mehr gesagt werden. Christkönig war nicht nur das Zentrum der Schwierigkeiten zwischen Mgr. Lefebvre und dem liberalen Rom. Christkönig ist das Zentrum des Dramas der modernen Zeit. Warum wurde Ludwig XVI. mit der Guillotine geköpft? Warum wurde die Vendée verwüstet, die offiziellen Kirchenstaate besetzt, Garcia Morena ermordet, die niedergewalzten Cristeros, 15 000 Priester, Klosterleute in Spanien gemartert und die Religionsfreiheit im 2. Vatikanum ausgerufen auf Begehren der Organisation B`nai B`rith? Schliesslich, warum verlangt U.L.Frau die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz, wenn nicht, dass ihr göttlichere Sohn über die ganze Welt herrscht. „Wir wollen nicht, dass Er über uns herrsche“, schreien die Gottlosen. Wir im Gegenteil sagen: Dein Reich komme“. Das ist das Zentrum des Kampfes von Mgr. Lefebvre und der Gesamtkirche, von der Mgr. Lefebvre ein treuer und ergebener Sohn geblieben ist.

Zwei Kirchen?

Einige spielen die aktuelle Krise herunter, indem sie den Unterschied zwischen der katholischen und der offiziellen Kirche wegwischen. Natürlich hat Unser Herr nur eine Kirche gegründet, aber diese ist momentan durch die Feinde besetzt. Hören wir noch einmal Mgr. Lefebvre, der Leo XIII. und der hl. Pius X. in seinem Buch „Sie haben Ihn entthront“. Diese Zitate helfen uns, diese neblige Realität der Gegen-Kirche besser zu versehen, die sich in der katholischen Kirche installiert hat. Es ist ein Geheimnis, das Geheimnis der Ungerechtigkeit.

„Es hat hier schlaue Feinde, die die Kirche, die Braut des Unbefleckten Herzens, mit Bitterkeit erfüllt haben. Sie haben ihr Wermut zu trinken gegeben, sie haben ihre schmutzigen Hände über alles an ihr Wünschenswertes gelegt. Wo haben sie den Sitz des hl. Petrus und den Lehrstuhl der Wahrheit installiert wie ein Licht für alle Länder? Sie haben den Thron der Gottlosigkeit aufgestellt, damit, wenn der Hirte geschlagen, ist, sie die Herde zerstreuen können.“

(Kleiner Exorzismus von Papst Leo XIII., erwähnt durch Mgr Lefebvre – „Sie haben Ihn entthront“, Ed. Fideliter, 1987, S. 151)

Indem Mgr. Lefebvre den hl. Papst Pius X. zitiert, erinnert er an die denkwürdigen Stellen in der Enzyklika Pascendi:

„… es wird verheimlicht, und das macht genau die grosse Angst in sich aus und im Herzen der Kirche. Feinde, je grösser der Schaden, umso weniger werden sie genannt.“

… in unseren Tagen ist diese Gefahr im Innern der Kirche und in ihren Eingeweiden und der Schaden dieser Feinde ist umso unvermeidlicher, je mehr er die Kirche betrifft. Sie haben das Beil angesetzt, nicht an die Zweige und auch nicht an schwache Erneuerungen, sondern an die Wurzel selbst, d.h. an den Glauben und seine tieferen Fasern.“

(Hl. Papst Pius X., Pascendi, zitiert von Mgr. Lefebvre – „Sie haben Ihn entthront“, S. 153 und 154.)

Die „Heiligsprechungen“ von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. bestätigen, was wir gesagt haben. Der Feind ist auf dem Platz. Mgr. Lefebvre hat ihn angezeigt und uns vor ihm bewahrt. Ein anderer Geist beseelt einige der Tradition, und dieser ist nicht von Mgr. Lefebvre. Deshalb weisen wir ihn zurück.

PAPST PIUS IX. UND DER KATHOLISCHE LIBERALISMUS

Es ist immer vorteilhaft, die Mahnungen der Päpste über die Gefahr des Liberalismus im Geiste zu haben, die jederzeit auf uns lauern. Es genügt nicht, in der Tradition zu sein, um frei zu sein, mit dem Liberalismus einen Pakt zu schliessen.

Hören wir diesen heiligen und grossen Pontifex bei seiner Ansprache an die französischen Pilger der Diözese von Nevers im Jahre 1871:

„Geliebte Brüder, meine Worte sollen sagen, was ich in meinem Herzen habe. Was mich in Eurem Land traurig macht und das die Segnungen Gottes verhindern, ist diese Vermischung der Prinzipien.

Ich werde sprechen und nicht schweigen. Was ich befürchte, sind nicht diese Armseligen von Paris, wirkliche Dämonen der Hölle. Nein, nein, nicht diese. Was ich fürchte, ist diese unglückliche Politik, diesen katholischen Liberalismus, der eine wirkliche Geissel ist. Ich habe es mehr als vierzig Mal gesagt und wiederhole es …

Ja, es ist dieses Spiel … Wie nennt man es auf Französisch? Wir nennen es auf Italienisch „altalena“ (Schaukel). Ja, genau, dieses Balancieren, das die Religion zerstört. Zweifelsohne müssen wir die Nächstenliebe praktizieren, unser Möglichstes tun, diejenigen, die sich abgewendet haben, wieder zurückzuholen, ohne jedoch ihre Meinungen zu teilen. Ich will jedoch meinen Vortrag nicht verlängern, meine Kräfte und mein Alter erlauben es mir nicht“. (Barbier, Bd. I, Geschichte des katholischen Liberalismus und des katholischen Sozialismus in Frankreich, S. 214)

Dieses Spiel des Balancierens (oder des Schaukelns) ist eine dauerhafte Verführung für die Tradition. Ist es nicht dieses Spiel, das Don Gérard, Campos und viele andere verloren hat? Sie wollen sich mit Rom vereinbaren, ohne die Ermahnungen von Mgr. Lefebvre zu berücksichtigen und seine Erfahrung etc. Und so fällt man ins Spiel der Schaukel, die die Religion zerstört.

Mgr. Lefebvre und Mgr. De Castro Mayer haben dieses Spiel nicht mitgemacht. Auch wir machen es nicht mit.

Nie darf man die Prinzipien aufgeben, und zwischen den Prinzipien sind die von den Päpsten gemachten Verurteilungen, Verurteilungen über Vatikan, Raubüberfall auf Vatikanum II, wie Mgr. Lefebvre sagte.

Daran ist nicht zu zweifeln. Behalten wir fest, was wir empfangen haben und geben wir es den Jüngeren weiter. Tradidi quod et accepi. Die Lehre, aber nicht nur die Lehre. Auch die Erfahrung, diejenige des hl. Papst Pius X. und von Mgr. Lefebvre, die das Spiel des Feindes verstanden haben. Bewahren wir die Frucht dieser Erfahrung und wenden wir sie auf die heutige Situation an, denn es sind die gleichen falschen Prinzipien derjenigen, die die Führung in Rom haben. Die letzten “Heiligsprechungen“ beweisen es. Es ist unsere Nächstenliebe, unseren Nächsten zu warnen, nicht in die Höhle des Löwen zu fallen. Die Bruderschaft St. Pius X. möge diese Vereinbarungen nicht machen, die sie mit gebundenen Händen und Füssen in die Hände der Feinde Unseres Herren Jesus Christus fallen lassen würde. Die Bruderschaft möge auf jene hören, die sie vor einem Fall warnen. Die Bruderschaft St. Pius X. benimmt sich, wie wenn sie sie bereits unterschrieben hätte. Sie macht das Spiel des Feindes, indem sie ihre ergebenen und treuen Söhne im Glaubenskampf straft. Wie lange wird das dauern? Bis Mgr. Williamson durch die Bruderschaft St. Pius X. seines Amtes enthoben wird, er, der wahrscheinlich Mgr. Fellay eines Vergleichs im Jahre 2012 gerettet hat, indem er einen Brief an die drei Bischöfe der Bruderschaft geschrieben hat?

Beten wir für die Mitglieder der Bruderschaft St. Pius X. und auch für uns. Wer steht, sehe zu, dass er nicht falle.

CHRONIK

3. Februar

Abreise unseres Priors in Begleitung von Br. Placido und Herrn David Naz nach Frankreich, wo sie Saint-Nicolas-du-Chardonnet, Avrillé, Bellaigue und Morgon besuchten, wie auch die Herren Patres Pinaud und Rioult im Hause des Herrn M. Bonnet de Viller und einige der treuesten Familien, bevor sie den Ärmelkanal überquerten, um Mgr. Williamson, Pater Pfeiffer sowie die Gläubigen von London und Middleland zu treffen. Anschliessend machten einen Sprung nach Irland und wieder zurück nach Paris, wo sie das Flugzeug nach Brasilien nahmen.

17. April (Gründonnerstag)

Mgr. Williamson, der uns mit seiner Gegenwart honorierte, um die hl. Öle im Kloster zu weihen, und zwar während einer langen Zeremonie mit vielen Wiederholungen.

19. April

Mgr. Williamson hielt den Gläubigen einen Vortrag und firmte anschliessend 29 Personen.

20. April

Die Gemeinschaft begleitete Mgr. Williamson zum Bundesstaat Bahia mit Pater Jahir Britto und seiner Gemeinschaft, wo Mgr. unter Bedingung P. Marcelo Masi neuerdings weihte und das Subdiakonat Br. Lorenzo fbmv bestätigte wie auch Br. André osb. Zudem firmte er ca. 10 Personen.

1. Mai

Pater Prior und Br. Agustin verreisten nach Volta Redonda zur Beerdigung von Frau Sonia Araujo Ferreira da Costa, Mutter unseres Paters Ange.

13. Mai

Gelübdeablegung in Anápolis bei den Schwestern U.L.Frau vom Rosenkranz, wo wir mit einigen Gläubigen teilnahmen.

2. Juni

Besuch des Paters Fernando Lopes, wo die Schwestern U.L.Frau des Rosenkranzes die kleine Schule des hl. Benedikt-hl. Escolastica führen.

ANMERKUNG DES CELLERARS

Im Widerstand zu sein, ist nicht leicht – weit davon entfernt. Die Arbeiten intensivieren sich, und der Ökonom weiss es, weil wir unsere Installationen für mehr Zellen und einen zweiten Unterrichtsraum vergrössern möchten. Auch unsere Schule, die von den Schwestern des Instituts U.L.Frau des Rosenkranzes geleitet wird, benötigt ununterbrochen die Hilfe des Ökonomen, der sein Möglichstes macht.

Br. Cellerar

Für alle, die uns helfen wollen:

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